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 | "Auf der Suche nach dem verlorenen Glück." von Jean Liedloff
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Keiner der sich mit kindlicher Entwicklung in unserer Gesellschaft beschäftigt sollte an diesem Buch vorbeigehen. Die anschauliche
und lebendige Darstellung des Lebens der Yequana-Indianer
verhilft zu einer neuen Perspektive der Bedürfnisse des Menschen im
allgemeinen und des Kleinkindes im besonderen. Jean Liedloff stellt unseren Lebensstil in Kontrast zu diesem
außergewöhnlichen
Volk und stellt ihn allein dadurch in Frage. Wir können uns kaum vorstellen,
dass es ein Volk gibt, dessen Kinder selten krank
werden oder sich verletzten, sich nicht prügeln, selten weinen und sich sozial verträglich verhalten.
Dass es solche Kinder tatsächlich
gibt gibt, beraubt uns der Ausrede, Mangel, Unzufriedenheit und Leere seien normal und unvermeidlich, und
lässt uns mit der
Verwunderung darüber zurück, wie lange wir uns schon damit arrangiert und abgefunden haben. Die Absurdität von einigen
pädagogischen Theorien, aber auch unserer Auffassung von der "Natur" des Menschen wird dadurch
bewusst gemacht und verschafft
jedem der dieses Buch liest eine neue Perspektive. Mich persönlich hat dieses Buch sowohl in beruflicher Hinsicht als Heilpädagogin
als auch in meiner Rolle in Familie und Gesellschaft sehr bereichert und verändert. Durch die Gelassenheit und Einsicht die das Buch
vermitteln, können viele unserer alltäglichen Konflikte gänzlich vermieden werden. Schuldgefühl und Zwang werden entlarvt und
verringern ihre destruktive Wirkung. "Was würde ein Yequana jetzt tun?" - diese Frage steht nun öfter im Raum und hat mir
jedenfalls ein Stück des verlorenen Glücks zurückgebracht. |
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